Ich habe meinen Auslandsaufenthalt in der 9. Klasse in Südafrika gemacht. Was ich daran besonders toll finde, was es zu beachten gibt und warum ich mich dazu entschieden habe, könnt ihr unten lesen.

Was?

Ich war für 6 Monate in Südafrika bei Kapstadt in einem englischsprachigen Internat.

Wieso?

Südafrika hatte für mich schon immer eine besondere Bedeutung, da ich dort geboren bin, aber leider mit 3 Jahren wieder wegziehen musste. Da ich mich nicht mehr an meine ersten drei Jahre erinnern konnte, war es immer schon ein Zeil von mir, Südafrika zu besuchen. In der 9. Klasse habe ich dann glücklicherweise die Möglichkeit dazu bekommen, Südafrika noch einmal ganz neu kennenzulernen. Des weiteren hat Südafrika so unglaublich viele unterschiedliche Kulturen und Landschaften, dass es sich riesig lohnt, mal da gewesen zu sein.

Mein Aufenthalt

Die Idee für Südafrika kam recht spät, ich hatte mich davor schon für andere Länder wie die USA beworben und war aber nie so richtig überzeugt davon, in eine mir fremde Gastfamilie zu kommen und mit ihr klar kommen zu müssen. So habe ich dann nach südafrikanischen Internaten recherchiert und meine Schule gefunden. Sehr hilfreich war, dass wir noch Freunde in Südafrika kannten, die uns unterstützen konnten und zu nennen ich am Wochenende konnte.

Mein Alttag:

Morgens: Ich war in einem Zimmer mit 5 anderen Mädchen untergebracht, die alle leider immer sehr früh aufstehen wollten. Morgens wurde man aber auch von Internatsaufsehern geweckt, sodass man pünktlich in den Unterricht konnte. Nach dem anziehen der Schuluniform (komme ich später noch einmal drauf zurück) etc., kamen dann manchmal Betreuer, die noch geschaut haben, ob man alles richtig anhatte und das Bett gemacht wurde. Danach ging es dann zum Frühstück, das war immer total lecker und mit einer großen Auswahl.

Schule: Jeden Morgen hatte jeder erst einmal 10 Minuten Homeroom, dort wurden alle organisatorischen Sachen besprochen. Danach ging es in den Unterricht. Dieser war eigentlich recht ähnlich zu Deutschland, es gab aber noch ein paar weitere/andere Fächer:

Life Orientation: Persönlichkeitsfindung, Zukunftsplanung, Sexualkunde (weniger biologisch sondern helfender)

Economic Management Sciences &Accounting: irgendwas mit Zahlen und Rechnungen, ich habe es nie richtig verstanden

Sprachen: Englisch, Afrikaans, Französisch, isiXhosa (achtet darauf, dass ihr auf eine ENGLISCHsprachige Schule geht, Afrikaans gibt es auch häufiger ist aber halt nicht hilfreich, wenn ihr auch euer Englisch verbessern wollt)

Nach der Schule musste man dann noch 2 Mal die Woche Sport machen. Da gäbe es verschiedenstes von Schwimmen und Wasserball bis zu Netball, Cricket und Hockey (und noch viel mehr). Außerdem hatte ich noch Klarinettenunterricht an der Schule.

Freitags gab es dann immer noch Assembly, die ganze Schule trifft sich im Theater und Menschen tragen Dinge vor, die Woche wird rekapituliert, die Schulhymne wird gesungen, etc.

Noch erwähnenswert ist vielleicht, dass es, ähnlich wie in Hogwarts, verschiedene Häuser gab. Da gab es immer wieder Wettkämpfe und die Häuser haben Punkte gesammelt.

Nach der Schule: Nach der Schule geht es wieder ins Internat und irgendwann ist Prep, da werden einfach Hausaufgaben gemacht, aber der zehnten ist  das aber nicht mehr verpflichtend. Danach gibt es dann noch Freizeit und irgendwann Abends geht man halt ins Bett.

Wochenenden: An den Wochenenden konnte man in der Regel an der Schule bleiben, hat aber dann leider nicht so viel von Südafrika gesehen. Es gab zwar immer mal wieder ein paar Ausflüge an den Strand oder so aber nicht sehr häufig. Jeden Term (=Vierteljahr) gibt es glaube ich auch ein Wochenende, an dem man nach Hause fahren muss, man findet aber recht schnell Freunde, zu denen man auch gehen kann.

Anmerkungen

Man muss, wenn man nach Südafrika geht bedenken, dass es ein sehr gefährliches Land ist. So war auch die Schule und speziell das Internatsgebäude 24/7 gesichert und man konnte unter der Woche in der Regel nicht das Schulgelände verlassen (Man muss aber sagen, dass die Schule irgendwo im Nirgendwo war und es sich auch nicht gelohnt hätte)

Außerdem hat Südafrika nicht gerade viel Strom, sodass es häufiger zu geplanten Stromausfällen kommen kann, das ist echt ärgerlich, wenn man beispielsweise morgens mit warmen Wasser suchen möchte.

In dem Internat hatte ich Anfangs auch meine Probleme, da die Kulturunterschiede sehr groß sind. Ich war auf einer Privatschule und die meisten weißen aus der Region konnten sich die Schule leisten. Da es nunmal immernoch so ist, dass Schwarze in der Regel weniger Geld haben als Weiße, kommen wohlhabendere Schwarze Kinder eher von weiter weg und damit ins Internat. So kam es halt dazu, dass ich anfangs mit 4 Schwarzen auf meinem Zimmer war und alle 4 eine vollkommen andere Kultur geteilt haben als ich. Das war schon sehr schwierig für mich, weil ich im ersten Term keinen Anschluss zu meinen Zimmernachbarn gefunden habe, im der zweiten Hälfte kam dann glücklicherweise ein sehr nettes Mädchen auf mein Zimmer, sodass ich nicht mehr ganz so allein war.

Die Schuluniform war natürlich so eine Sache. Im Sommer musste man (als Mädchen) einen Rock und ein Poloshirt oder eine Bluse tragen und im Winter das ganze mit einer Strumpfhose und einem Pulli. die Jungs hatten das gleiche aber halt Chinohosen. Außerdem durften nur Mädchen mit knielangen Haaren oder kürzer die Haare offen tragen und die Haare durften nicht in unnatürlichen Haarfarben gefärbt werden. Die Jungs durften nur kurze Haare haben, wobei sie nicht über das Ohr wachsen dürfen.

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6 thoughts on “Auslandsaufenthalt Südafrika

  1. Hihi,
    hab den Beitrag zwar schon vor ein paar Tagen gelesen, bin dann aber immer nicht zum kommentieren gekommen.
    Südafrika klingt so verdammt spannend, vor allem wenn es dann auch noch in ein Internat geht!
    Schüleraustausch im allgemeinen ist unglaublich cool. Mich hat das so geprägt, eine längere Zeit im Ausland zu sein und größtenteils alleine mit allem auszukommen.
    Liebe Grüße Itchy

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    1. mmametsi sagt:

      Ja Südafrika ist einfach toll!
      Wo warst denn du?

      Gefällt 1 Person

      1. Ich war für 3 Monate in Bolivien, war schon eine verdammt coole Zeit 🙂

        Gefällt 1 Person

      2. mmametsi sagt:

        Ouuuh, das klingt ja toll. Hast du da mal was drüber geschrieben?

        Gefällt 1 Person

      3. Mh bis jetzt noch 🙂

        Gefällt mir

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